Externer Datenschutzbeauftragter

2. Externe Bestellung

Als Beauftragter für Datenschutz kann auch eine Person außerhalb der verantwortlichen Stelle eingesetzt werden, soweit die erforderliche Zuverlässigkeit und Fachkunde auf Seiten des externen Datenschutzbeauftragten gewährleistet sind. Diese Konstellationen wird von Unternehmen und Behörden häufig gewählt, wenn die Bestellung eines externen Datenschutzbeauftragten gegenüber der Anstellung, Ausbildung und Ausstattung eines eigenen internen Beauftragten für Datenschutz ökonomisch vorteilhaft ist. Abzuwägen sind insoweit die Notwendigkeit zur detailgenauen Kenntnis innerbetrieblicher Abläufe mit dem Bedarf an spezifischen Fachkenntnissen, die ein externer Datenschutzbeauftragter aufweisen sollte.

Bestellung externer Datenschutzbeauftragter

Bei Konzernen oder konzernähnlichen Unternehmensstrukturen ist Folgendes zu beachten: grundsätzlich muss jede selbstständige juristische Person einen eigenen betrieblichen Datenschutzbeauftragten bestellen, soweit sie die gesetzlichen Anforderungen dafür erfüllt. Bei Konzernen kann es aber sinnvoll sein, dass mehrere oder alle Tochterunternehmen ein und denselben betrieblichen Beauftragten für Datenschutz bestellen, um Synergieeffekte und einen konzerneinheitlichen Datenschutzstandard zu erzielen. Ein Konzerndatenschutzbeaudftragter ist dann im Verhältnis zu der Konzerngesellschaft, mit der er ein Anstellungsverhältnis hat, interner Datenschutzbeauftragter. Von den anderen Konzerngesellschaften ist er als externer Datenschutzbeauftragter jeweils gesondert zu bestellen.